Minimal-invasive Tumortherapie (MITT)

Klinik für Radiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin

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Literatur

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Getunnelte zentralvenöse Katheter

 

Es gibt Katheter-Varianten, welche ähnlich dem nicht-getunnelten ZVK mit dem zentralen Ende nahe am oder im rechten Vorhof des Herzens platziert werden, jedoch langfristiger (meist 3 - 12 Monate, manchmal länger; vs. ZVK ca. 14 Tage) genutzt werden können. Dies kann beispielsweise für Dialysepatienten notwendig sein, die mehrmals in der Woche und unter Umständen lebenslang auf eine komplikationslose und nach Möglichkeit zügige Blutwäsche angewiesen sind. Um eine lange Katheterliegezeit zu erreichen ist es notwendig, eine potenzielle Keimbesiedlung so lange wie möglich hinauszuzögern oder idealerweise ganz zu verhindern.

 

Die verschiedenen getunnelten Katheter-Varianten (Hickman, Broviac, Demers) haben zwei wesentliche Eigenschaften gemeinsam, welche sie von einem herkömmlichen ZVK unterscheiden und eine Einwanderung von Keimen (Keimmigration) verhindern sollen:

 

  1. Ein zwischen Haut- und Gefäßeintritt längerer Verlauf unterhalb der Haut (subkutan) dient als Keimbarriere zwischen Außenwelt und Gefäßsystem (Prinzip der Gefahrenreduktion einer systemischen, bzw. über das Blutsystem streuenden, Infektion). Hieraus leitet sich der Überbegriff „getunnelter Katheter“ ab.
  2. Eine Art Manschette aus Polyester-Faser (Dacron), welche im subkutanen Verlauf des Katheters auf ca. 1 cm Länge am Schaft angebracht ist, dient als zusätzliche Keimmigrationsbarriere. Die Dacron-Manschette verwächst im Verlauf etwas mit dem Unterhautfettgewebe und wirkt so zusätzlich einer unerwünschten Verschiebung (Dislokation) des Katheters entgegen. Die Polyester-Manschette kann darüber hinaus antibiotisch bzw. antibakteriell imprägniert sein (z. B. mit Silberionen).

 

Folgende getunnelte Katheter werden durch die Klinik für Radiologie implantiert:

 

Was sind die Risiken der Implantation?

 

Durch die Kombination aus sonographisch gesteuerter Venenpunktion und durchleuchtungsgesteuerter Platzierung des getunnelten Katheters können die möglichen Risiken auf ein sehr niedriges Niveau reduziert werden. Insgesamt ist diese Methode die sicherste zur Implantation. Mögliche Risiken sind die Blutung und die Ausbildung eines Blutergusses, die Fehlpunktion der Halsschlagader oder der Schlüsselbeinarterie, eine Infektion oder Ausbildung eines Abszesses, die Thrombose der Vene oder des Katheters, das Eindringen von Luft in den Pleuraspalt (Pneumothorax) sowie die Verletzung von Nachbarorganen.